

Peter M. Binder ist Partner und Gründer von Binder Corporate Finance sowie Mitglied des Executive Committee und Head of Best Practice von M&A International Inc. Er schreibt die M&A-Kolumne für den BCF-Newsletter und lässt Sie auf diese Weise an seinen scharfen Beobachtungen des M&A-Marktes teilhaben.
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 Deutsch-schweizerische Cross-Border-Transaktionen: Aktuelle Entwicklungen und Erfolgsfaktoren
Für Schweizer Unternehmen ist Deutschland das wichtigste Zielland für Akquisitionen und Verkäufe. Deutsche Unternehmen wiederum akquirieren besonders oft Schweizer Unternehmen.
Strategische Käufer aus beiden Ländern nutz(t)en die wirtschaftlich schwierige Zeit, um sich für die Zukunft optimal aufzustellen. Die strategischen Hintergründe der Akquisitionen sind verschieden. Einige Käufer stärken sich durch die Übernahme von Wettbewerbern, andere möchten durch Akquisitionen ihre Wertschöpfung vertiefen.
Im Zuge der Weltwirtschaftskrise ist der M&A-Markt nicht nur weltweit, sondern auch zwischen Deutschland und der Schweiz eingebrochen. Seit einigen Monaten gewinnt er wieder an Schwung. Die kulturelle Verwandtschaft, sowie die Annäherung der Rechtssprechung und Rechnungslegung werden zu einer Zunahme der Transaktionen zwischen den beiden Ländern beitragen.
Grenzüberschreitende Transaktionen sind komplexer als inländische und stellen besondere Herausforderungen. Deshalb ist es wichtig, solche Projekte frühzeitig und gezielt in Angriff zu nehmen. Die bedeutendsten Erfolgsfaktoren bei grenzüberschreitenden Transaktionen haben wir in einem Artikel behandelt, welcher im Mai in "CH-D Wirtschaft" erschienen ist.
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 10 Jahre exklusives Schweizer Mitglied von M&A International
Im Jahr 2000 trat Binder Corporate Finance der internationalen Allianz von unabhängigen M&A-Beratungsunternehmen M&A International Inc. bei. Mit diesem Schritt verschafften wir unseren Kunden Zugang zu einem weltweiten Netzwerk von unabhängigen M&A-Spezialisten. Die Allianzpartner wiederum erhielten durch uns direkten Zugang zum Schweizer Markt. Unsere Mitgliedschaft war bisher äusserst erfolgreich, konnten wir doch zusammen mit Allianzpartnern mehrere grenzüberschreitende Transaktionen begleiten und auf den breiten Erfahrungsschatz innerhalb der Allianz zurückgreifen. Wir sind überzeugt, dass unsere Kunden auch in Zukunft von unserer Mitgliedschaft bei M&A International profitieren werden.
In diesem Jahr können wir auch das 25-jährige Bestehen von M&A International feiern. 1985 gründeten zwölf Beratungsunternehmen aus sechs Ländern je ein Netzwerk in Europa und den USA, die sich 1999 zu M&A International Inc. zusammenschlossen. Heute umfasst M&A International Inc. 43 Mitglieder in 41 Ländern auf 6 Kontinenten mit insgesamt 500 M&A-Spezialisten. Alle Mitglieder haben eine führende Stellung in ihren jeweiligen Märkten und langjährige Erfahrung in M&A-Transaktionen. Damit arbeiten effiziente und übersichtliche Teams im Rahmen einer internationalen Organisation zusammen. (jj)
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Binder Corporate Finance ist in der Schweiz exklusiver Partner von M&A International Inc., einer weltweit führenden Allianz von unabhängigen M&A-Beratungsunternehmen. Binder Corporate Finance ist ein führendes Wirtschafts- beratungsunternehmen in der Schweiz, spezialisiert auf Mergers & Acquisitions, Corporate Finance und Management Coaching. Seit 1995 hat es über 100 Transaktionen mit einem Gesamtvolumen von mehr als 3 Mrd. CHF begleitet. Binder Corporate Finance bündelt internationale Erfahrungen, erprobtes Know-how und ausgewiesenes interdisziplinäres Fachwissen.

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M&A International Inc. ist ein auf Mergers & Acquisitions spezialisiertes, weltweit tätiges Netzwerk von unabhängigen M&A-Beratungsunternehmen. Der Allianz gehören 43 Mitgliederfirmen aus 41 Ländern an, mit insgesamt 500 M&A-Spezialisten. 2009 hat M&A International im Rahmen der Allianz 224 Transaktionen mit einem Gesamtwert von 20,4 Mrd. USD erfolgreich abgeschlossen.
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 M&A-Kolumne
Verdüstern Island und Griechenland den M&A-Markt?
Wir haben immer betont, dass wir fest an eine Erholung des M&A-Marktes in diesem Jahr glauben. Dies aus zwei Gründen:
1. Nachfolgeregelungen bleiben aktuell, denn auch in der Krise wird der Unternehmer älter. Er kann zwar die Nachfolgeregelung hinausschieben, muss sich aber irgendwann dieser Frage stellen.
2. Die Märkte erholen sich nicht nur, sie entwickeln sich auch, weshalb Kooperationen und Verkäufe von Unternehmungen oder Unternehmensteilen angegangen und vorangetrieben werden.
In einer solchen Situation bringen sich vor allem strategische Käufer in Stellung. Sie profitieren auch davon, dass Private-Equity-Gesellschaften sich bemühen "Not leidende" Investments abzustossen. Der aktive Vulkan unter dem Eyjafjalla-Gletscher hat zwar zu Reiseannullationen geführt und sich so auf die Durchführung von Due-Diligence-Prüfungen und Verhandlungen ausgewirkt. Dank moderner Kommunikationsmittel wird das M&A-Geschäft dadurch aber nicht behindert. Den Einfluss der griechischen Umschuldung können wir noch nicht abschätzen. Wir sind aber der Meinung, dass sich strategischen Käufern weiterhin Chancen eröffnen, auch weil Private-Equity-Investoren durch die herrschende Finanzierungsunsicherheit eingeschränkt sind. Dies hält unseren Glauben an eine Erholung des M&A-Marktes aufrecht. Jedenfalls merken wir im täglichen Geschäft keinen Rückgang. Im Gegenteil. (pb)
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 Kommentar zu den gegenwärtig bezahlten Preisen für Unternehmen
Im 1. Quartal 2010 kam es verglichen mit dem Vorquartal zu einer weiteren Abnahme der angekündigten Übernahmen. Weltweit liess sich jedoch im Vergleich mit dem Vorjahr eine Zunahme beobachten. Die Anzeichen deuten darauf hin, dass der M&A-Markt die Talsohle durchschritten hat.
Dies drückt sich auch in der Bewertung der erworbenen Unternehmen aus, die sich von rund 8,2x EBITDA im 4. Quartal 2009 auf 8,6x EBITDA im 1. Quartal 2010 erhöhte. Die Grafik lässt einen leicht positiven Trend der Bewertungen erkennen.

Bekanntlich entwickelt sich der Markt für M&A-Transaktionen analog zum Aktienmarkt. Die Grafik vergleicht die Entwicklung der Bewertungen in beiden Märkten anhand der EBITDA-Multiples und des Aktienindexes MSCI Europe. Der Rückgang begann im M&A-Markt zwar früher, fiel dafür im Aktienmarkt stärker aus. Dieser erholte sich seit dem 1. Quartal 2009 schneller als der M&A-Markt. Wir erachten dies als Zeichen dafür, dass sich die Unternehmensführer vorsichtiger verhalten als die Investoren.
Die Entwicklung der Bewertungen geht mit der konjunkturellen Erholung einher. Inwiefern das von der EU bestimmte Hilfspaket zur Stabilisierung des Euro diese Erholung beeinflussen wird, ist heute noch nicht abzuschätzen. Wir gehen heute von einem weiterhin konstanten Bewertungsniveau aus. (rt)
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 Nach der Krise ist vor der Krise
Das Jahr 2009 war von einem der stärksten Rückgänge der wirtschaftlichen Tätigkeit in der Geschichte geprägt. Jene Unternehmen, die ihre Hausaufgaben gemacht und einen Notfallplan erstellt hatten, kamen besser durch die Krise. Auch wenn sich bei manchen aufgrund der ersten Quartalsabschlüsse 2010 Optimismus und Euphorie breitmachen - es gilt der Grundsatz "Nach der Krise ist vor der Krise".
Trotz der deutlich besseren Ergebnisse müssen die eingeleiteten Massnahmen umgesetzt werden, um nicht beim nächsten Gegenwind erneut ins Schleudern zu geraten. Idealerweise sind die ergriffenen Massnahmen auf mehrere Jahre ausgerichtet und berücksichtigen die Gefahr von kurzfristigen Rückschlägen in der wirtschaftlichen Erholung. Grösste Bedeutung kommt der Planung und Überwachung der Liquidität sowie der Schaffung einer angemessenen Liquiditätsreserve zu. Eng damit verbunden ist ein striktes Working Capital Management, das die Freisetzung unnötig im Umlaufvermögen gebundener Mittel beinhaltet. Die krisenerprobte Führungsequipe ist punktuell zu verstärken und die Personalstrukturen sind auf die aktuelle Situation einzustellen. Die Unternehmen müssen sich jetzt richtig positionieren, um vom kommenden Aufschwung zu profitieren und sich für die nächste Krise zu wappnen. (ka)
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Frühlingskonferenz von M&A International Inc. und Mid-Market Forum in Stockholm
Trotz der durch Vulkanasche bedingten Flugannullationen trafen sich 228 Konferenzteilnehmer aus mehr als 40 Ländern in Stockholm, um sich über potenzielle, laufende und abgeschlossene M&A-Transaktionen auszutauschen. Dabei wurde deutlich, dass sich der M&A-Markt nach dem schwierigen Jahr 2009 in einer Erholungsphase befindet. Die Bewertungen stiegen das dritte Quartal in Folge, wodurch sich die Preisvorstellungen von Käufern und Verkäufern weiter annäherten. Die Zahl abgeschlossener Transaktionen dürfte deshalb in den nächsten Monaten ansteigen. Der Unternehmensverkauf als strategische Option wird wieder attraktiver.
Im Rahmen der Konferenz wurde auch intensiv über den chinesischen Markt diskutiert. Chinesische Unternehmen tätigen vermehrt Übernahmen im Ausland, um Zugang zu Technologie zu erhalten und Handelsbarrieren zu überwinden, während das Streben nach Sicherung von Rohstoffquellen an Bedeutung verloren hat. Die chinesische Regierung unterstützt die globalen Wachstumsstrategien der heimischen Unternehmen und hat kürzlich die Genehmigungsverfahren für Auslandsinvestitionen vereinfacht. Der Gastbeitrag von Dr. Michael Thiele in diesem Newsletter beschäftigt sich mit den Chancen und Risiken eines Einstiegs asiatischer Investoren für europäische Unternehmen. (jj)
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 Gastbeitrag von Dr. Michael Thiele, Managing Director, Angermann M&A International GmbH
Chancen und Risiken beim Einstieg asiatischer Investoren in die europäische Industrie
Mit der Erholung des weltweiten M&A-Marktes treten vermehrt Käufer aus den asiatischen Tigerstaaten, allen voran aus Indien und China, am Markt auf. Sie sind dank der hohen Wachstumsraten auf ihren heimischen Märkten sowie der strategischen und finanziellen Unterstützung seitens der Regierungen in einer starken Position.
In der Vergangenheit war der Einstieg asiatischer Investoren in den meisten Fällen eine Notlösung für den Verkäufer, gefolgt von der Verlagerung von Know-how, Betriebsstätten und Arbeitsplätzen in deren Heimatländer. Die asiatischen Käufer haben aber dazugelernt und verfolgen einen differenzierteren strategischen Ansatz als die blosse Verlagerung. Heute bieten sie europäischen Unternehmen die Chance, die vorhandenen Aktivitäten in Europa auf einer gestärkten finanziellen Basis weiterzuentwickeln und gleichzeitig am Wachstum asiatischer Märkte zu partizipieren.
Sicherlich wird sich diese strategische Neuausrichtung der asiatischen Investoren in der Praxis noch beweisen müssen, insbesondere bei publizitätswirksamen Übernahmen wie bspw. jener von Volvo durch Geely. Mittelfristig werden asiatische Käufer schon allein aufgrund des schnellen Aufbaus eigenen Technologie-Know-hows und ihrer Finanzkraft mehr Chancen als Risiken bieten.

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Weltweite Entwicklung bei Transaktionen im M&A-Markt
Um die Entwicklung der laufenden Mandate und abgeschlossenen Transaktionen ihrer Mitglieder verfolgen zu können, hat unsere global vernetzte Allianz M&A International eine interne, täglich aktualisierte Datenbank geschaffen, welche ausgewählte Informationen über alle Mandate und Transaktionen der Mitglieder verwaltet. Die endgültige Statistik von M&A International für das Jahr 2009 zeigt, dass die Allianzmitglieder insgesamt 224 Transaktionen mit einem Gesamtvolumen von rund 20,4 Mrd. USD abschliessen konnten. Das Volumen laufender Mandate hat sich leicht auf 13,2 Mrd. USD verringert, wohl hauptsächlich aufgrund der über 60 seit Jahresbeginn abgeschlossenen Transaktionen. Die nachfolgende Abbildung zeigt die Branchenanteile der seit Anfang Jahr abgeschlossenen Transaktionen sowie der aktiven Mandate.

Der Anteil der Dienstleistungsbranche an den laufenden und abgeschlossenen Transaktionen hat sich deutlich erhöht. Die M&A-Aktivität in der Finanzbranche hat sich hingegen abgeschwächt, was auch ihr gesunkener Anteil bei den laufenden Transaktionen bestätigt. Eine Zunahme der Aktivität ist in den Sektoren Informationstechnologie, Rohstoffe und Medien zu beobachten. (jj)
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