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Newsletter Januar 2010


Inhalt:

M&A-Kolumne

Preisentwicklung Unternehmen

Marco Billeter - ein Multi-Unternehmer

Stunde der Wahrheit

Jens Rutten - CFA Charterholder

Entwicklung der M&A-Transaktionen

CFO als Erfolgsfaktor

MMF in Stockholm

 


Peter Binder

Peter M. Binder ist Partner und Gründer von Binder Corporate Finance sowie Mitglied des Executive Committee und Head of Best Practice von M&A International Inc. Er schreibt die M&A-Kolumne für den BCF-Newsletter und lässt Sie auf diese Weise an seinen scharfen Beobachtungen des M&A-Marktes teilhaben.




Der CFO als Erfolgsfaktor

Dass heutzutage ein CFO weit mehr Funktionen vereint als das Führen der Buchhaltung und das Leiten des Finanz- und Rechnungswesens, ist offensichtlich. Je grösser ein Unternehmen wird, desto komplexer, vielschichtiger und verantwortungsvoller wird die Funktion des CFO. So kommt ihm auch in einem M&A-Prozess eine wichtige Rolle zu.

Bei einem Unternehmensverkauf kann er schon vorzeitig die Weichen für einen schlanken Prozess stellen, sein Unternehmen auf die Due-Diligence-Fähigkeit prüfen und die notwendigen Vorbereitungen treffen. Wenn er zudem im Vorgang zum Verkauf die Frage nach dem Fit for Sale beantworten kann, bestehen gute Chancen, den Prozess reibungslos durchführen zu können. Während des Prozesses kann der CFO dank fundierten Kenntnissen seinem Unternehmen die besten und werthaltigsten Verkaufsargumente liefern und so einen optimalen Preis herbeiführen.

Umgekehrt kann er unbewusst zuungunsten seines Unternehmens handeln. Dann nämlich, wenn Informationen zum falschen Zeitpunkt auf den Tisch kommen oder gar gänzlich fehlen. Da kann es schon vorkommen, dass der CFO zum Dealbreaker wird. (gvr)

Handelszeitung

► Lesen Sie den ganzen in der Handelszeitung erschienenen Artikel.
 



Award

Mid-Market Forum in Stockholm

Das zum 9. Mal von M&A International und der Fachzeitschrift "Acquisition Monthly" organisierte M&A Mid-Market Forum bietet Gelegenheit, Berater, Investoren und Unternehmer aus über 40 Ländern im Rahmen von Speed-Datings kennen zu lernen und mit ihnen über den lokalen M&A-Markt, Investitionsmöglichkeiten oder Branchenentwicklungen zu diskutieren.

Der erfolgreiche Anlass hat in der Vergangenheit jeweils bis zu 400 Teilnehmende begeistert und findet dieses Jahr am 16. April im Grand Hôtel in Stockholm statt.

www.midmarketforum.com




Binder Corporate Finance AG

Binder Corporate Finance ist in der Schweiz exklusiver Partner von M&A International Inc., einer weltweit führenden Allianz von unabhängigen M&A-Beratungsunternehmen. Binder Corporate Finance ist ein führendes Wirtschafts- beratungsunternehmen in der Schweiz, spezialisiert auf Mergers & Acquisitions, Corporate Finance und Management Coaching. Seit 1995 hat es über 100 Transaktionen mit einem Gesamtvolumen von mehr als 3 Mrd. CHF begleitet. Binder Corporate Finance bündelt internationale Erfahrungen, erprobtes Know-how und ausgewiesenes interdisziplinäres Fachwissen.

Team




M&A International.

M&A International Inc. ist ein auf Mergers & Acquisitions spezialisiertes, weltweit tätiges Netzwerk von unabhängigen M&A-Beratungsunternehmen. Der Allianz gehören 45 Mitgliederfirmen aus 42 Ländern an, mit insgesamt 600 M&A-Spezialisten. 2008 hat M&A International im Rahmen der Allianz 258 Transaktionen mit einem Gesamtwert von 16,9 Mrd. USD erfolgreich abgeschlossen.

Award



M&A-Kolumne

Nur Deal oder wegweisende Transaktion?

2010 wird ein intensives M&A-Jahr werden. Es hat mit einem grossen Coup begonnen: Novartis übernimmt Alcon von Nestlé und wird dadurch Marktleader im Augenmittelgeschäft. Im Übernahmekampf um den Süsswarenhersteller Cadbury wurde die letzte Runde eingeläutet. Kraft liegt vorne und dieser Megadeal dürfte bald abgeschlossen sein. Gleichzeitig tut sich einiges im Mid-Market-Bereich. Auch hier sind die Transaktionen vor allem strategisch getrieben und sollen zu Neupositionierungen führen. Ob dem tatsächlich so ist, wird sich indes erst in ein paar Monaten zeigen.

Doch stellt sich grundsätzlich die Frage, ob ein Deal nur um des Deals Willen abgewickelt wird oder ob ein handfestes strategisches Interesse dahintersteht. An dieser Stelle spielt der M&A-Berater eine nicht unbedeutende Rolle. Denn insbesondere in M&A-Boomzeiten treibt es ihn von Deal zu Deal und er wird fast süchtig danach. Deshalb werden M&A-Berater auch "deal junkies" genannt. Da mit dem "closing" ihre Arbeit getan ist, kann das operative Interesse einer Transaktion durchaus mal in den Hintergrund rücken. Anders hingegen sieht es für die Unternehmen aus. Für sie beginnt die Hauptarbeit mit der Integration und der angestrebten Neupositionierung. Es ist folglich wichtig, dass sich der Unternehmer nicht anstecken lässt und selbst entscheidet, ob der Deal sinnvoll ist. Damit schützt er sich, das Unternehmen und den Ruf des M&A-Beraters. Wir sind überzeugt, dass mit einer echten Teambildung von Unternehmer und Berater das Jahr 2010 ein Jahr der wegweisenden Transaktionen wird. (pb)




Kommentar zu den gegenwärtig bezahlten
Preisen für Unternehmen


Im letzten Halbjahr hat die Zahl der angekündigten Übernahmen weltweit wieder zugenommen. Die Zunahme war nicht nur gemessen an der Anzahl getätigter Transaktionen, sondern auch wertmässig bedeutend. Diese Entwicklung ist erfreulich, weil sie ein positives Signal bezüglich des Wirtschaftsumfeldes liefert.

So verzeichnet auch der mediane EBITDA-Multiplikator, zu dem Unternehmen in Europa erworben wurden, seit dem 3. Quartal 2009 eine positive Tendenz. Während er im 2. Quartal 2009 noch 7,2x EBITDA betrug, erhöhte er sich auf 8,4x im 3. und blieb mit rund 8,2x im 4. Quartal 2009 auf gleichem Niveau.

EBiDTA 2009


Die aktuellen Werte liegen somit im Bereich des Durchschnittes der letzten 2 Jahre, der einen Multiplikator von 8,1x aufweist. Wie die Grafik zeigt, betrug der mediane EBITDA-Multiplikator zwischen 2006 und 2007 jedoch durchschnittlich noch 11,0x. Damit sind die Unternehmenswerte im Zuge der Krise um 26,4% gesunken.

Vorläufig werden die Preise für Übernahmen nicht auf das frühere Niveau zurückkehren. Denn obschon die allgemeinen Konjunktursignale auf eine leichte Erholung hindeuten, steht diese weiterhin auf unsicheren Füssen. Ungewiss ist zudem bei vielen Unternehmen die Visibilität der zukünftigen EBITDAs. (rt)




Marco Billeter - ein Multi-Unternehmer

Der Unternehmer unterscheidet sich vom Manager, indem er ein Unternehmen mit seinem eigenen Kapital führt, die Risiken selbst trägt und dabei auch die Chancen nutzt. Ein Multi-Unternehmer tut dies mehr als nur einmal, was ihn wiederum mit einem Manager verbindet.

Marco Billeter ist ein solcher Multi-Unternehmer und hat zusammen mit seiner Ehefrau bereits in das dritte Unternehmen investiert. Nach seinem Studium an der HSG und einer steilen Karriere bei Novartis wagte er mit 34 Jahren den Sprung in die Selbstständigkeit. Als Erstes erwarb er, aus der Insolvenz, die Maria Soell GmbH & Co. KG in Nidda (D). Mit viel Engagement führte er das auf die Veredelung von Verpackungen spezialisierte Unternehmen in eine neue Zukunft und rettete über 100 Arbeitsplätze. Nach 8 Jahren verkaufte er es und kehrte in die Schweiz zurück. Er beteiligte sich sodann 2007 an einer Produzentin von Metalldecken, der Georg Haag AG in Beromünster. Als Ergänzung dazu kaufte er 2009 die MWH Metallwaren AG Heiterschen in Wängi TG zusammen mit ihrer Tochtergesellschaft MWH Barcol-Air AG in Stäfa, einer Spezialistin im Kühldeckenbereich. Marco Billeters Fähigkeiten eines Turnaround-Managers waren oder sind auch hier gefragt. Mit der strategischen Zusammenführung der Gruppe hat er aber auch bereits sein nächstes Projekt im Visier. Beim Erwerb der MWH-Firmen haben wir Marco Billeter begleitet und einen beeindruckenden Unternehmer kennen und schätzen gelernt. (pb)


MWH_MWH

Die Pergamag SA übernahm die MWH Barcol-Air AG und die MWH Metallwaren AG Heiterschen. Binder Corporate Finance AG unterstützte die Käuferin im gesamten Kaufprozess.




Stunde der Wahrheit -
wer ist beim Aufschwung dabei?


2009 sind in der Schweiz so viele Firmen Konkurs gegangen wie nie zuvor. Gleichzeitig war erwartet worden, dass mit der Krise eine Restrukturierungswelle auf die Work-out-Abteilungen der Banken zurollt. Dazu kam es allerdings nicht, weil viele Unternehmen rechtzeitig Massnahmen eingeleitet haben und ihre Liquidität besser als erwartet gemanagt haben. Zudem haben sich die Banken bei verschuldeten Unternehmen allgemein kulant und verständnisvoll verhalten.

In diesen Tagen warten die Unternehmer nun gespannt auf ihre Jahresabschlüsse, um zu erfahren, ob sie den sich abzeichnenden Aufschwung selbst finanzieren können. Wer über liquide Mittel verfügt und "cash-break-even" arbeitet, hat gute Voraussetzungen. Gefordert sind diejenigen, die zwar noch Liquidität haben, aber weiterhin monatlich Geld verlieren. Diesen Nettogeldabfluss müssen sie umgehend stoppen und neue Liquidität schaffen, bevor die Reserven aufgebraucht sind. Für Unternehmen hingegen, die kaum mehr über flüssige Mittel verfügen, wird es schwierig werden, einen Kapazitätsaufbau zu finanzieren. Sie werden zusammen mit den verschuldeten Unternehmen auf Hilfe der Banken angewiesen sein. Diese jedoch, so zeigen Signale am Markt, werden die Zügel langsam anziehen. Ihre Erwartungen bezüglich der Verschuldungskapazität werden an Bedeutung gewinnen und sie werden stärker auf die Einhaltung der Covenants achten. (rt)




Jens RuttenJens Rutten - CFA Charterholder
und Senior Consultant


Wer sich zum CFA Charterholder ausbilden lässt, braucht eine hohe Selbstdisziplin. Dafür kommt er in Genuss einer spezialisierten Fachausbildung, die einen vertieften Einblick in die unterschiedlichsten Themen rund um die Finanzwelt bietet. Der Titel CFA Charterholder geniesst weltweit ein hohes Ansehen. Für Jens Rutten, seit 2005 bei Binder Corporate Finance und seit diesem Jahr Senior Consultant, war dies, zusammen mit der internationalen Ausrichtung, Motivation genug, die dreijährige Ausbildung in Angriff zu nehmen. Zudem wusste er, dass er als CFA Charterholder Zugang zu fachspezifischen Anlässen hat und von einem gut funktionierenden, weltweiten Netzwerk profitieren kann. Jens Rutten hatte die notwendige Disziplin und hat sich im Selbststudium fundiertes Wissen unter anderem in Financial Reporting und Finanzanalysen, Corporate Finance, derivativen Produkte und alternative Investments bis hin zum Portfolio-Management und Ethik angeeignet. Er hat dadurch einen vertieften Einblick in gesamtwirtschaftliche Zusammenhänge erhalten und versteht es noch besser, kritische Punkte bei Finanzanalysen zu identifizieren und zu interpretieren. Von seinen Anregungen im Bereich der Bewertungen können wir ebenso profitieren wie unsere Kunden.

Seit dem 2. Dezember 2009 ist er einer von knapp 1800 CFA-Titelträgern in der Schweiz. Wir gratulieren Jens Rutten zu diesem Erfolg. (gvr) 




M&A InternationalWeltweite Entwicklungen bei
Transaktionen im M&A-Markt


Unsere branchenunabhängige und global vernetzte Allianz M&A International führt eine täglich aktualisierte interne Datenbank zu den laufenden und abgeschlossenen Transaktionen. Daraus können wir Tendenzen im M&A-Markt für mittelständische Unternehmen erkennen und interpretieren. Eine vorläufige Auswertung zeigt, dass die Allianzmitglieder 2009 über 200 Transaktionen abgeschlossen haben. Dies entspricht einem Rückgang von etwa einem Fünftel gegenüber 2008 und widerspiegelt die wirtschaftlich schwierige Entwicklung im vergangenen Jahr. Das Volumen laufender Mandate hat sich leicht auf 14 Mrd. USD erhöht, was auf eine zunehmende M&A-Aktivität hindeutet. Die nachfolgende Abbildung zeigt die Branchenanteile der abgeschlossenen Transaktionen 2009 sowie der aktuell aktiven Mandate. 

Preisentwicklung Unternehmen 2009

Im Jahr 2009 schlossen die Mitglieder von M&A International einen Fünftel ihrer Transaktionen in der Finanzbranche ab. Es folgen die Konsumgüterindustrie und der Gesundheitssektor. Die Konsumgüter- und die Industriegüterbranche weisen weiterhin eine hohe M&A-Aktivität auf. (jj)



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