

Peter M. Binder ist Partner und Gründer von Binder Corporate Finance sowie Mitglied des Executive Committee und Head of Best Practice von M&A International Inc. Er schreibt die M&A-Kolumne für den BCF-Newsletter und lässt Sie auf diese Weise an seinen scharfen Beobachtungen des M&A-Marktes teilhaben.
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 Welche Chancen die Krise birgt
Während sich die einen durch Verkäufe fit machen, versuchen andere Unternehmen, sich durch Zukäufe in die Poleposition zu bringen. Dadurch trägt die Krise trotz allem zu einem gewissen Aktivismus im M&A-Markt bei. Sie ermöglicht es nämlich den Unternehmern, die Strukturen ohne Scheuklappen zu überprüfen. Sie sind bereit, über Allianzen und das Verschieben von Portfolios zu sprechen. In einem solchen Umfeld profitieren insbesondere strategische Käufer. So treffen wir heute auf Investoren, die auf der Suche nach Opportunitäten sind. Es sind dies Unternehmen, die von der Krise wenig betroffen sind und genügend Mittel zur Verfügung haben, um strategische Positionen durch Akquisitionen stärken zu können. Sie wissen, dass sie sich in einer optimalen Ausgangslage befinden. Die Preiserwartungen der Verkäufer sind moderater geworden und die Chancen stehen gut, eine intakte Organisation zu einem fairen Preis zu übernehmen. Zudem werden strategische Investoren sicherlich auch in den Verhandlungen eine bessere Stellung haben als ein krisengebeutelter Verkäufer.
Warum die Private-Equity-Szene vorerst noch im Hintergrund bleibt, können Sie in unserem Artikel in der "Handelszeitung" nachlesen. (gvr)

► Lesen Sie den ganzen in der "Handelszeitung" erschienenen Artikel.
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Mid-Market Forum in Stockholm
M&A International und die Fachzeitschrift "Acquisition Monthly" werden das M&A Mid-Market Forum neu im Frühling durchführen. Das Forum wird im April 2010 in Stockholm stattfinden. Die Herbstkonferenz der Mitglieder von M&A International Inc., die jeweils im Nachgang zum Mid-Market Forum stattgefunden hat, wird im November 2009 in Miami abgehalten. Gerne berichten wir in unserem nächsten Newsletter über die wichtigsten Themen unserer Allianzpartner aus aller Welt.
► www.midmarketforum.com
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Binder Corporate Finance ist in der Schweiz exklusiver Partner von M&A International Inc., einer weltweit führenden Allianz von unabhängigen M&A-Beratungsunternehmen. Binder Corporate Finance ist ein führendes Wirtschaftsberatungs- unternehmen in der Schweiz, spezialisiert auf Mergers & Acquisitions, Financial Services, Corporate Finance und Management Coaching. Seit 2001 hat es über 70 Transaktionen mit einem Gesamtvolumen von mehr als 2,6 Mrd. CHF begleitet. Binder Corporate Finance bündelt internationale Erfahrungen, erprobtes Know-how und ausgewiesenes interdisziplinäres Fachwissen.

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M&A International Inc. ist ein auf Mergers & Acquisitions spezialisiertes, weltweit tätiges Netzwerk von unabhängigen M&A-Beratungsunternehmen. Der Allianz gehören 44 Mitgliederfirmen aus 39 Ländern an, mit insgesamt 600 M&A-Spezialisten. 2008 hat M&A International im Rahmen der Allianz 258 Transaktionen mit einem Gesamtwert von 17 Mrd. USD erfolgreich abgeschlossen.

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 M&A-Kolumne
Ist M&A in der Krise?
Im Gefolge der Finanzkrise haben die Erträge im Corporate-Finance-Geschäft arg gelitten. Erfolgsprovisionen blieben aus, denn die Unternehmer haben in den letzten 12 Monaten andere Probleme gewälzt, als Firmen zu akquirieren und Nachfolgeregelungen zu erarbeiten. So wurden auch im Investment Banking Stellen abgebaut, und bei Beratern im Umfeld von Transaktionen herrscht Flaute.
Das heisst aber nicht, dass gar nichts geht. Viele Unternehmer und Eigentümer machen jetzt ihre Hausaufgaben. Sie bereiten ihre Unternehmungen vor und beschäftigen sich vertieft mit ihrer Eigentümerstrategie. Neben dem Gedanken, das Unternehmen an einen Strategen oder Finanzinvestor zu verkaufen, machen sie sich auch Überlegungen zu MBO und MBI inner- oder ausserhalb der Familie. Eins ist nämlich sicher: Krise hin oder her, älter wird man auf jeden Fall und eine Nachfolgeregelung lässt sich nicht beliebig hinauszögern. Auch unsere Kunden beschäftigen sich mit diesen Themen, und so füllt sich die Pipeline von Unternehmungen, die früher oder später an den Markt kommen werden.
Wenn man also M&A ganzheitlich versteht und die Entwicklung von Eigentümerstrategien als wichtigen Bestandteil davon betrachtet, dann ist M&A heute nicht in der Krise. Im nächsten Frühling, wenn die Käufer wieder aktiver werden und die Transaktionen zunehmen, sind diejenigen gut vorbereitet, die diesen ganzheitlichen Ansatz konsequent verfolgt haben. (pb)
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 Kommentar zu den gegenwärtig bezahlten Preisen für Unternehmungen
Im 2. Quartal 2009 hat die Zahl der weltweit abgeschlossenen Übernahmen im Vergleich zum Vorquartal leicht abgenommen. Dies gilt auch für Europa und die Schweiz, wo die Abnahme rund 4% bzw. 8% betrug. Gleichzeitig zeigen auch die Multiplikatoren für die erworbenen Unternehmen eine weitere Abnahme der Unternehmenswerte.
Während sich der mediane EBITDA-Multiplikator, zu welchem Unternehmungen in Europa erworben wurden, im ersten Quartal von 7,0x auf 8,0x EBITDA erholt hatte, ist er im 2. Quartal 2009 auf 7,2x EBITDA gefallen.

Die Grafik über die Entwicklung des EBITDA-Multiplikators zeigt, dass damit der im 3. Quartal 2007 nachgewiesene negative Trend weiter anhielt. Somit hat die im 1. Quartal 2009 angedeutete Erholung in diesem Sinne keine Trendwende eingeleitet. Die Unsicherheit bezüglich der Zukunft hat die Käufer im 2. Quartal zur Vorsicht gemahnt. Zudem hat in manchen Fällen der Handlungsbedarf, ein Unternehmen rasch zu verkaufen, die Bewertungen gesenkt.
Die verschiedenen Signale, welche auf ein Ende der Talfahrt hindeuten, lassen vermuten, dass der EBITDA-Multiplikator im 3. Quartal auf diesem Niveau bleiben und nicht weiter fallen wird. (rt)
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 Gastbeitrag von Murray Beach, Managing Director, TM Capital Corp.
TM Capital's outlook for the rest of 2009 for the US Technology Market
The last quarter of 2008 and the first quarter of 2009 resulted in the lowest volume of technology M&A activity since 2001. The uncertainty created by the worldwide financial crisis made all buyers put their plans on hold. We believe that the total deal volume in technology M&A has declined on a year-over-year basis by 60%. By April of this year, new activity in the US technology market began and since that time, it has continued to increase in intensity. The growth has not been rapid, but based on the number of closings which have occurred as well as the number of assignments which are currently being executed, we have a strong belief that the third and fourth quarter of this year will show a significant strengthening as compared to the first half of the year. We are seeing a rapid resurgence in the number of transactions being done in the $50 million to $200 million range. These companies are usually the best of breed players which have emerged over the past two years as having strong and viable market positions. The Healthcare Information Technology segment as well as companies involved in managing the Governance, Risk Management and Compliance (GRC) areas of corporate information are showing strong M&A activity as a result of fundamental shifts in the US economy and structure. Our outlook for the rest of 2009 and for 2010 is positive. The recovery of the M&A market has started and will show strong growth by the end of this year and early into 2010. Technology companies and their investors will be very active throughout this period as the fundamental changes we have seen in the economy will demand a new focus on investment in information systems.
Lesen Sie den ausführlichen Bericht zum M&A-Markt in den USA

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 Renaissance der Private Equity
Die konjunkturelle Talfahrt der Wirtschaft ist nicht spurlos an den Finanzinvestoren vorübergegangen. Im zweiten Quartal 2009 entsprach die Aktivität im Private-Equity-Sektor noch 13% derjenigen von 2008. Vergleicht man die bisherigen Transaktionen mit 2007, so fällt die Quote gar auf 3%.
Der Grund für diese rückläufige Tendenz ist klar. Im vergangenen Jahr wiesen die zum Verkauf stehenden Unternehmen in den ersten drei Quartalen noch solide Zahlen auf und die Zukunftsaussichten waren gut. Dies änderte sich ab November drastisch. Die Umsätze brachen ein und plötzlich fehlte die Visibilität für die Zukunft. Als Folge davon und aufgrund der zurückhaltenden Bankenfinanzierungen mussten sich Private-Equity-Häuser aus Deals zurückziehen oder sie stellten ihre Aktivität bis heute fast vollkommen ein. Dies, obschon Kapital vorhanden war.
Die Gelder sind noch da und die aktuellen Indikatoren deuten darauf hin, dass die Wirtschaft ihren Sinkflug beendet hat. Die heute tiefen Unternehmenspreise und der Umstand, dass bei Unternehmen die Liquidität eng geworden ist, eröffnen den Finanzinvestoren gute Möglichkeiten, sich als Partner für Unternehmer zu engagieren. Wir betreuen zurzeit mehrere Suchmandate für Private-Equity-Häuser, welche diesen Trend beweisen. Finanzinvestoren und Unternehmer sind sich einig, dass sie unter der gegenwärtigen Konstellation eine Basis schaffen können, um gemeinsam vom kommenden Aufschwung zu profitieren. (rt)
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 Zeit für die Überprüfung der Eigentümerstrategien
Die Regelung der Nachfolge ist ein Prozess, der beim Eigentümer gedeihen muss. Bei den hohen Marktmultiplikatoren fiel es jedoch einigen leicht, sich von ihrem Unternehmen zu lösen. Heute sieht dies mit der reduzierten M&A-Aktivität anders aus. Die Preise sind gesunken und die Käufer sind weniger geworden. Viele Eigentümer nutzen diese ruhige Phase, um ihre Strategie zu überdenken.
Zur Überprüfung einer Strategie muss der Eigentümer seine persönlichen Ziele kennen. Ein Workshop mit externer Unterstützung kann ihm dabei helfen, diese zu formulieren und auf Papier zu bringen. Durch den Vergleich seiner Zukunftspläne mit den Zielsetzungen möglicher Investoren kann er sich ein besseres Bild davon machen, was auf ihn zukommen könnte. Die verschiedenen Lösungsansätze werden mit fundierten Bewertungsüberlegungen kombiniert, sodass der Eigentümer auch erkennen kann, welche finanziellen Resultate zu erwarten sind. Dieses Durchspielen von Nachfolgeszenarien kann dem Eigentümer Optionen aufzeigen, die er bisher vielleicht noch nicht gekannt hat.
Aus unserer Sicht ist heute der ideale Zeitpunkt, die Eigentümerstrategie zu überprüfen. Vermehrt gehen bei uns und unseren Kunden Anfragen von jungen Managern zwischen 35 und 45 ein, die ihren Wunsch nach dem Unternehmertum ausleben möchten. Auch sie sind in der Vorbereitungsphase und suchen nach Investitionsmöglichkeiten. Zusammen mit Finanzinvestoren werden sie im 2. Quartal 2010 eine der wichtigen Käuferkategorien bilden. (pb)
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 Handlungsbedarf bei den Privatbanken
Das Wealth Management befindet sich auf dem Weg der Besserung. Selbst bei exponierten Banken nehmen die Geldabflüsse ab oder sie können sogar Neugeldzuflüsse verzeichnen. Noch verwalten viele Privatbanken aber weniger Kundengelder als vor der Krise. Hinzu kommt, dass lukrative Einnahmequellen wie das Offshore-Geschäft langsam versiegen. Dies, weil sich manche daraus zurückziehen und auch weil die Kunden die Leistung hinter den relativ hohen Preisen hinterfragen. Am jährlichen Gipfeltreffen der Privatbanken Europas in Zürich war Offshore eines der zentralen Themen. Dabei war allen klar, dass sie zu noch mehr Transparenz in steuerlichen Belangen verpflichtet sind. Zudem erfordert der Betrieb des Offshore-Geschäftes künftig mehr Aufwand zu tieferen Preisen. Der Ausstieg bis zum Verkauf des Geschäftsbereiches wurde auch andiskutiert. In der Tendenz werden Transaktionen von Auslandbanken mit hohem Offshore-Geschäftsanteil an Schweizer Finanzinstitute zunehmen. Der Käufer muss mit der Offshore-Umgebung vertraut sein und über die notwendige Infrastruktur sowie das spezifische Know-how verfügen. Ausschlaggebend wird sein, welche Rolle das Private Banking im Gesamtgeschäft des Verkäufers spielt, wie hoch das Reputationsrisiko ist und wie gut die Qualität sowie die Struktur des Kundenportfolios sind. (vb)
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Weltweite Entwicklungen bei Transaktionen im M&A-Markt
Unsere branchenunabhängige und global vernetzte Allianz M&A International Inc. führt eine täglich aktualisierte interne Datenbank zu den laufenden und abgeschlossenen Transaktionen. Diese Datenbank ermöglicht es uns, Tendenzen am M&A-Markt zu verfolgen und zu interpretieren. Die Auswertung der Daten zeigt, dass die Allianzmitglieder im laufenden Jahr bereits 114 Transaktionen mit einem Gesamtvolumen von rund 13 Mrd. USD abschliessen konnten. Das Volumen laufender Mandate beträgt 13,5 Mrd. USD und ist damit weiterhin stabil. Die nachfolgende Abbildung zeigt die Branchenanteile der seit Jahresbeginn abgeschlossenen Transaktionen sowie der aktiven Mandate.

Ein grosser Teil der abgeschlossenen Deals in diesem Jahr stammt aus der Finanzbranche. Dies hängt einerseits damit zusammen, dass unser neuer Allianzpartner aus Israel in diesem Sektor stark aktiv ist. Andererseits nahmen zahlreiche Unternehmen in der Finanzbranche frisches Kapital auf. Diese Fundraising-Mandate schlagen sich ebenfalls in der Statistik von M&A International nieder. Die Konsumgüter und Industriegüter bleiben weiterhin Branchen mit hoher M&A-Aktivität, jedoch gestaltet sich der Abschluss der Transaktionen unter den heutigen Umständen schwierig und langwierig. (jj)
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