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Newsletter Januar 2009


Inhalt:


Taktieren im M&A-Prozess


Redesign Homepage


M&A-Kolumne


Preisentwicklung für Unternehmen


M&A-Transaktionen 2008


Transaktion des Jahres


Erweiterung des Teams

 


Peter Binder

Peter M. Binder ist Partner und Gründer von Binder Corporate Finance sowie Mitglied des Executive Committee und Head of Best Practice von M&A International Inc. Er schreibt die M&A-Kolumne für den BCF-Newsletter und lässt Sie auf diese Weise teilhaben an seinen scharfen Beobachtungen des M&A-Marktes.





Geschickt Taktieren im M&A-Prozess

Bei Unternehmern macht 
sich Verunsicherung breit. Das Erstellen von Budgets wird zur Herausforderung. Einen mehrjährigen Businessplan zu erstellen erst recht. Käufer sind bei Transaktionen sorgfältiger und auch die finanzierenden Banken unterziehen das Zielunternehmen einer vertieften Prüfung. Diese Faktoren führen, zusammen mit Rezessionsängsten, zu Unsicherheiten bei Bewertungsfragen und vermindern die Sicherheit der Transaktion. Ein risikobereiter Käufer kann zwar von günstigen Firmenzukäufen profitieren, doch kann eine Transaktion durchaus verschoben werden, wenn der Preis zu tief ist.

Gerade unter diesen Voraussetzungen ist es elementar, die in einem M&A-Prozess auftretenden Risiken zu allozieren und eine geeignete Taktik bereitzuhalten. Der M&A-Berater wird identifizierte Risiken im Wesentlichen dem Kaufpreis, der Struktur der
Transaktion und dem Vertrag zuordnen. Im Rahmen der Verhandlungen wird er versuchen, sämtliche Möglichkeiten auszuloten. Ziel sollte es sein, die Risiken einer Transaktion zwischen Käufer und Verkäufer aufzuteilen. Bei einer ausgeglichenen Anwendung lassen sich somit auch in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld erfolgreiche Transaktionen durchführen. (gvr)

Handelszeitung

Lesen Sie den ganzen in der Handelszeitung erschienenen Artikel.






Binder Corporate Finance AG

Binder Corporate Finance ist in der Schweiz exklusiver Partner von M&A International Inc., einer weltweit führenden Allianz von unabhängigen M&A-Beratungsunternehmen. Binder Corporate Finance ist ein führendes Wirtschaftsberatungs-
unternehmen in der Schweiz, spezialisiert auf Mergers & Acquisitions, Corporate Finance und Management Coaching. Seit 2001 hat es über 50 Transaktionen mit einem Gesamtvolumen von mehr als 2,2 Mrd. CHF begleitet. Binder Corporate Finance bündelt internationale Erfahrungen, erprobtes Know-how und ausgewiesenes interdisziplinäres Fachwissen.





M&A International.

M&A International Inc. ist ein auf Mergers & Acquisitions spezialisiertes, weltweit tätiges Netzwerk von unabhängigen M&A-Beratungsunternehmen. Der Allianz gehören 41 Mitgliederfirmen aus 38 Ländern an, mit insgesamt 500 M&A-Spezialisten. 2007 hat M&A International im Rahmen der Allianz 380 Transaktionen mit einem Gesamtwert von 21 Mrd. USD erfolgreich abgeschlossen.



 
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Redesign Homepage BCF


Zum Jahreswechsel haben wir ein Redesign unserer Homepage vorgenommen und sie mit neuen Inhalten gefüllt. Besuchen Sie unsere Homepage und erfahren Sie in zwei kurzen Filmen mehr über Peter Binders Leidenschaft als M&A-Berater und unsere Allianz M&A International Inc.

Besuchen Sie unsere Homepage: www.binder.ch










M&A-Kolumne

M&A in schwierigen Zeiten

Mit der Finanzkrise und der angekündigten Rezession werden auch in der Schweiz Unternehmungen zusehends unter Druck geraten. Die Performance geht zurück und das Liquiditätspolster nimmt ab. In den Work-out-Abteilungen der Banken steht man in den Startpflöcken. "Nichts Neues", sagt sich der M&A-Berater, der bereits frühere Rezessionen miterlebt hat. Er weiss, dass ein M&A-Prozess jetzt noch intensiver und anspruchsvoller wird.

Intensiv, weil der Zeitrahmen enger wird, und anspruchsvoll, weil bei den herrschenden Unsicherheiten eine vertiefte Auseinandersetzung mit der Unternehmung, ihrem Markt und ihren Finanzdaten notwendig wird. Zusätzlicher Aufwand wird zudem entstehen, wenn Banken beispielsweise eine rasche Lösung der Verletzung von "Financial covenants" oder die Deckung einer Finanzierungslücke fordern.

In einer solchen Phase gilt es, den Kunden eng zu begleiten, auch im Gespräch mit den Banken. Die Informationen an die Anspruchsgruppen sind optimal zu steuern. Wenn ein Verkauf unter Zeitdruck erfolgen muss, ist man geneigt, sämtliche Karten inklusive der Geschäftsgeheimnisse von Beginn weg auf den Tisch zu legen. Klar ist Transparenz gefordert und die angespannte Unternehmenssituation darf nicht verschleiert werden. Doch nur wer den berechtigten Informationsbedürfnissen der involvierten Parteien adäquat nachkommt, kann damit rechnen, den richtigen Preis im erwarteten Zeitrahmen zu erhalten. Durch phasengerechte Transparenz entsteht nämlich nicht nur Vertrauen, sondern die Interessen des Kunden sind jederzeit gewahrt. Denn auch in schwierigen Zeiten muss der M&A-Prozess den Bedürfnissen des Kunden gerecht werden. Das ist für uns nichts Neues! Wir sind für die Herausforderungen im Jahr 2009 gewappnet. (pb)





Kommentar zu den gegenwärtig bezahlten
Preisen für Unternehmungen


Im 2. Halbjahr 2008 ist die Zahl der abgewickelten Transaktionen markant gesunken. Denn Eigentümer, welche ihr Unternehmen nicht unbedingt verkaufen mussten, warteten lieber zu, anstatt in einem turbulenten Marktumfeld mögliche Preisabschläge hinzunehmen. Wer aber trotzdem verkaufen wollte, wurde auf Herz und Nieren geprüft. Dies spricht für eine hohe Qualität der vollzogenen Übernahmen und ist wohl einer der Gründe, warum die Preise für privat gehaltene Unternehmen relativ stabil geblieben sind.
Preisentwicklung Unternehmen

Laut dem Private Company Price Index (PCPI) sind die Unternehmenspreise 2008 nämlich nur leicht gesunken. Publikumsgesellschaften hingegen haben stark an Werten eingebüsst. Die Verlaufskurven bringen somit deutlich zum Ausdruck, dass der typische Liquiditätsabschlag zwischen privaten und börsenkotierten Gesellschaften geschmolzen ist.

Wir gehen davon aus, dass potenzielle Käufer an qualitativ hochstehenden Unternehmungen auch künftig sehr interessiert sein werden. Entsprechend rechnen wir hier für die nächsten Monate nicht mit fallenden Bewertungen. Allerdings werden Unternehmungen, die nicht genügend kapitalisiert sind, im gegenwärtig widrigen Marktumfeld zunehmend Probleme haben. Dies wird zu einer steigenden Anzahl von M&A-Transaktionen aus Restrukturierungsfällen führen. Hier wird der Eigentümer zum Verkauf gezwungen sein und muss mit Preisabschlägen rechnen. (rt)





Erweiterung des Teams und
des Standortes Zürich


BraiottaIm Februar 2009 werden wir unser Team mit Vincenzo Braiotta, lic. rer. pol., ergänzen. Er weist eine langjährige internationale Erfahrung in Corporate Finance und M&A auf und hat sich auf Berater- wie auch auf Kundenseite zum Spezialisten im Bereich Financial Services entwickelt. Sein Know-how werden wir uns zunutze machen und unser Dienstleistungsangebot ausbauen. Neu werden wir mit Hilfe des ausgewiesenen Fachspezialisten auch den Sektor Financial Services betreuen können. Gleichzeitig werden wir gemeinsam mit Herrn Braiotta unser Zürcher Büro ausbauen und künftig vermehrt von der Schweizer Finanzmetropole aus operieren. Zürich war für uns stets ein wichtiger Standort und ist von Bern aus auch problemlos innerhalb von kurzer Zeit erreichbar. Durch die verstärkte zeitliche und personelle Präsenz vor Ort können wir jedoch noch schneller und flexibler auf die Bedürfnisse unserer Kunden eingehen. (gvr)





Binder Corporate Finance's
Transaktion des Jahres 2008


capsaCapsa SA ist eine bedeutende Lieferantin von Swiss-Made-Komponenten für Gehäuse und Uhrarmbänder. Seit 1951 ist die Komponentenherstellerin stetig gewachsen, sie produziert heute in drei Fabrikationsstätten in La Neuveville.

Im Jahre 1998 hat Daniel Streit die Geschäftsführung übernommen. Seither hat er die Capsa SA erfolgreich geleitet und das Unternehmen in der Entwicklung und Herstellung von Uhrenwerkteilen stetig ausgebaut. Dadurch konnte er das Vertrauen der Eigentümer vollends gewinnen und erhielt so die Möglichkeit, das Familienunternehmen im Rahmen eines MBO zu übernehmen.

Die Familien hinter der Capsa SA strebten eine Nachfolgeregelung an, welche die Kontinuität und das Weiterführen als unabhängige Schweizer Lieferantin sicherstellen konnte. Dies unter der Bedingung einer angemessenen Preisfindung. Als Berater war es uns gelungen, innerhalb von nur wenigen Wochen gemeinsam mit dem Management und den finanzierenden Banken eine Transaktionsstruktur zu konstruieren, die aus Sicht der Finanzierbarkeit und der Steuerbelastung beider Parteien optimal war. Heute führt Daniel Streit die Capsa SA als Mehrheitsaktionär und Unternehmer. (gvr)



 
M&A International
Weltweite Entwicklungen bei
Transaktionen im M&A-Markt 2008

Dank der Branchenunabhängigkeit und der globalen Präsenz unseres Netzwerkes M&A International, in dem wir seit 2000 Mitglied sind, haben wir Zugang zur täglich aktualisierten internen Datenbank und können Tendenzen am M&A-Markt verfolgen und interpretieren. Bei mittelständischen Unternehmen haben die Mitgliedfirmen von M&A International 2008 über 200 Transaktionen mit einem Gesamtvolumen von rund 12 Mrd. USD abgeschlossen. Das Volumen laufender Mandate beträgt knapp 14 Mrd. USD. Die nachfolgende Abbildung zeigt die Branchenanteile der abgeschlossenen Transaktionen sowie der aktiven Mandate.


Anteil Transaktionen 08

Zu den aktivsten Branchen gehörten im vergangenen Jahr die Konsumgüter, Dienstleistungen, Finanz und IT. Insbesondere im Konsumgütersektor kann auch 2009 von einer hohen M&A-Aktivität ausgegangen werden. In den Branchen Dienstleistungen, Finanz, Medien und Baustoffe hingegen ist weiterhin damit zu rechnen, dass weniger Transaktionen abgewickelt werden. Heute ist unklar, über welchen Zeithorizont die laufenden Mandate abgeschlossen werden können. Wir gehen aber davon aus, dass die Aktivität im Mid-Market M&A weiterhin hoch sein wird. (jj/gvr)

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