Die Nachrichtenagentur des INSP 

(Internationales Straßenzeitungs-Netzwerk)

Ziele erreichen

Deutsch Ausgabe 2: September 2011 

 

Nur noch vier Jahre bis 2015 - dem Jahr, in dem die Frist zur Erreichung der Millenniums-Entwicklungsziele abläuft. Der Street News Service misst die Fortschritte vor Ort.

 

Top Stories

 Von Bettlern zu Schülern: Die Talibé-Kinder aus dem Senegal

 

Im mehrheitlich muslimischen Senegal wurde betteln von vielen als ein Weg betrachtet, jemanden zur Demut zu erziehen. Als aber falsche spirituelle Führer anfingen, mit Hilfe von Kindern Geld zu machen, entschloss sich der Direktor einer Koranschule dazu, ihnen eine Alternative zu bieten. Read More

Schützt eure Töchter - bügelt ihre Brüste   

 

"Bitte, lieber Gott, mach, dass meine Brüste verschwinden", betete Joyce Forghab jeden Abend während des Monats, in dem sie unter dem Bügeln ihrer Brüste litt. Diese schockierende Praxis, die von einem Viertel aller Mütter in Kamerun praktiziert wird, dient dazu, die sexuelle Entwicklung junger Mädchen aufzuhalten. Read More

Leben schenken und verlieren

 

Jeden Morgen, wenn sich Leonard Chikumbu auf den Weg zur Arbeit macht, wird er durch zwei Gräber hinter seinem Haus schmerzlich daran erinnert, wie viel er mit seinen 29 Jahren schon verloren hat. Dort liegen Chikumbus Kind und seine erste Frau Grace begraben und man sieht deutlich, dass das eine Grab kleiner ist als das andere. Read More

Lusakas Müllberge - eine Brutstätte für Cholera

 

Fliegenschwärme über riesigen Müllbergen sind kein ungewöhnlicher Ablick in der rasch wachsenden Hauptstadt Sambias. Weniger als die Hälfte des städtischen Abfalls wird eingesammelt. Der Rest wird verbrannt, in Hinterhöfen vergraben oder illegal entsorgt - Cholera ist die Folge. Read More

Die Bedeutung des Händewaschens

 

Wer sagt, dass Händewaschen keinen Spaß macht? Im Senegal bietet ein einzigartiges Wassersystem eine einfache, billige und umweltfreundliche Möglichkeit, die Menschen zu regelmäßigem Händewaschen anzuleiten. So soll die Ausbreitung von Krankheiten, die über die Hände übertragen werden, verringert werden. Read More

Außerdem in dieser Ausgabe...

Kenia: Ein Tag im Leben einer Straßenzeitungsverkäuferin

Elizabeth Ndilas Traum ist es ein anständiges Zuhause zu haben, so wie ihre Nachbarn. Jahrelang hat sie dem Glück nachgejagt, und es lässt wohl weiter auf sich warten. Doch die Big Issue-Verkäuferin aus Kenia gibt nicht einfach auf.

Burundi ist wieder auf dem Kriegspfad - diesmal gegen AIDS

Mehr als ein Jahrzehnt lang war Burundi durch einen brutalen Bürgerkrieg auseinandergerissen, in dem sich die zwei größten ethnischen Gruppen des Landes gegenüberstanden. Doch jetzt, sechs Jahre nach dem Ende der Feindseligkeiten, stellt sich das Land geeint einem noch verheerenderen Feind: HIV/AIDS.

Die Armut bleibt - trotz aller Hilfsprogramme

PEAP, NUSAF, RDS, NAADS - die Akronyme sind so zahlreich wie nichtssagend. Ihr Gegner ist stets derselbe und so hartnäckig wie eh und je. Und auch das Endergebnis ist so absehbar wie immer. Ganz gleich, wie man es angeht, bleibt trotz jahrelanger Anstrengungen nur eins: die Gewissheit, dass Ugandas Kampf gegen die Armut immer nur genau das bleiben wird, ein Kampf. Und zwar einer ohne Hoffnung auf den Sieg.

Homosexuelle spielen entscheidende Rolle im Kampf gegen Aids

Malawi wagte kürzlich den mutigen Schritt, die so oft diskreditierte homosexuelle Gemeinschaft in den Kampf gegen HIV/Aids einzubinden. Während diese Entscheidung weltweit begrüßt wurde, stieß sie in Malawi auf wenig Verständnis.

Geschlechterdifferenz in Afrika

Es liegt in der Natur internationaler Protokolle, dass sie viel versprechen, aber nur schwer umsetzbar sind. Als die Entwicklungsgemeinschaft des südlichen Afrika (Southern Africa Development Community, SADC) ihren 15 Mitgliedern 2008 mit dem Protocol on Gender and Development (Protokoll zu Gender und Entwicklung) ehrgeizige Ziele und eine strikte Frist vorlegte, erwarteten wohl nicht einmal die engagiertesten Gender-AktivistInnen mehr als ein Lippenbekenntnis der Politiker zu den "aberwitzigen" Forderungen dieses Dokuments.

KMU in Sambia: Ein unsicheres Unternehmen

Etwa 70 % der sambischen Bevölkerung sind in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) beschäftigt. Doch wie Samba Yonga berichtet, fehlt es an der notwendigen Finanzierung, wodurch das eigentlich starke Rückgrat der sambischenWirtschaft enorm geschwächtwird.

Sudan

Ganz von vorne anfangen

Zu Hunderttausenden haben sie die Grenze überquert, kamen per Boot, Bus oder zu Fuss. Nach Jahrzehnten des Bürgerkriegs mit dem Norden, sind die Süd-Sudanesen nach Hause zurückgekehrt, um der Geburt Ihrer neuen Nation beizuwohnen. Der Kampf für die Unabhängigkeit hat ein Ende, aber für viele Rückkehrer ist der Kampf noch lange nicht vorbei.

Ein neues Darfur?

Trotz der friedlichen Atmosphäre während des Referendums flammt seit einigen Wochen ein neuer Konflikt auf. Nach Aussage der UN wurden im letzten halben Jahr mehr als 360.000 Menschen im Sudan vertrieben, mehr als die Hälfte davon allein im letzten Monat. Die schwersten Kämpfe konzentrieren sich auf die drei ölreichen Grenzgebiete, die seit der Unterzeichnung des Friedensvertrags im Jahr 2005 umkämpft werden: Abyei, Blauer Nil und Südkordofan.

Der Sudan und seine bewegte Vergangenheit

Der Sudan stand zwischen 1899 und 1956 unter britisch-ägyptischer Herrschaft. Bis 1946 war das Land in eine Nord- und eine Südhälfte geteilt. Während dieser Zeit konzentrierte sich die Entwicklung auf den Norden, während die Bundesstaaten im Süden und andere Randregionen, darunter Darfur, politisch und wirtschaftlich in hohem Maße benachteiligt wurden.

Über das Projekt

       

 

Die International Network of Street Papers (Internationales Netzwerk der Straßenzeitungen) arbeitet zusammen mit dem Inter Press Service daran, die Berichterstattung über Armutsprobleme und die Verbreitung verwandter Themen weltweit zu erhöhen. Der Kern dieser Partnerschaft ist ein auf drei Jahre (2010 - 2012) beschränktes und von der EU finanziertes Projekt, das darauf abzielt, die öffentliche Aufmerksamkeit auf die Millenniums-Entwicklungsziele (Millennium Development Goals - MDGs) in Europa zu lenken. Dieses Projekt wird diese Ziele in die Schlagzeilen und auf die politische Tagesordnung bringen und dort halten, um den politischen Willen, der notwendig ist um diese Ziele zu erreichen, zu erhalten und zu stärken, und zwar vor allem in den am wenigsten entwickelten Ländern. Lesen Sie mehr

Video

Sehen Sie sich unsere kurzes Video über die Street News Service mit einer Einführung von SNS Patron Jon Snow.

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Nicht der freien Bildung, sondern der Schulpflicht gehört die Zukunft

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