Far from Fear e.V.Juni 2012

Liebe Mitglieder, liebe Tierschutzfreunde,

 

der Vereinsnewsletter wird nun wieder regelmäßig, vorerst 1x monatlich erscheinen. Ich hoffe, dass Sie die lange Wartezeit
gut überstanden haben und sich nun wieder regelmäßig über die Neuigkeiten von Far from Fear e.V., unseren Hunden und
allgemeinen Tierschutzinformationen freuen können.  

 

Der Newsletter soll vor allem auch ein Informationsblatt von Mitgliedern für Mitglieder werden. Deshalb freue ich mich besonders über Ihre Unterstützung. Dies können Pflegestellentagebücher, Vorher- Nachher-Geschichten, Leserbriefe, lustige und kuriose Erlebnisse, Erfahrungsberichte, Berichte von Auslandseinsätzen und natürlich
alle Informationen, die Sie gern im Newsletter veröffentlicht haben möchten, sein. Über tolle Bilder und auch Videos freuen sich die Mitglieder und Tierschutzfreunde sicher ebenfalls. Erfahrungsgemäß werden Texte, die zu lang sind, nicht gelsen oder nur überflogen, deshalb sollten Ihre eingesendeten Beiträge maximal eine DIN A4 Seite betragen. 

 

Senden Sie die Informationen einfach an
far-from-fear-news@gmx.de.  

 

Nun wünsche ich Ihnen viel Spaß beim Lesen und freue mich natürlich auch über Feedback.

 

Ihre Newsletter Beauftragte :-)
Bianca Brendel


FFF NEWS

Die Rubrik FFF News umfasst Informationen rund um den Verein Far from Fear e.V.. Hier werden die Mitglieder und Interessenten über aktuelle Ereignisse informiert, die FFF und die Partnervereine betreffen. In dieser Ausgabe informieren die Vorstandsmitglieder über ALBA und die Aktionspartnerschaft des Vereins bei dem Projekt Schnüffelgärten. 

SCHNELLE HILFE BEI ALBA TRANSPORT 

Einige von Ihnen haben sicher bereits von dem liegen gebliebenen ALBA Transporter Anfang April gehört oder gelesen. Kurz vor der deutschen Grenze verabschiedete sich der, gerade für 17.000 € reparierte Transporter. Eine Situation, die sich Keiner wünscht und die vor allem einer raschen Versorgung und Unterbringung der Tiere bedarf. Dank der zahlreichen Helfer und der ausgezeichneten Notfall-Organisation wurden spontane Fahrketten gebildet. Teilweise hatten die Fahrer viele hundert Kilometer Fahrtweg zu überbrücken und selbst die Straßenmeisterei half spontan mit. Und tatsächlich wurden alle Tiere in kürzester Zeit, samt ihrer Papiere verladen und gingen auf die Reise zu den jeweiligen (vorläufigen) Endstationen. Auch einige FFFler waren an dieser Aktion beteiligt und es zeigt einmal mehr, dass im Sinne der Tiere Länder- und Vereinsübergreifend super zusammengearbeitet werden kann. Der Vorstand von Far from Fear e.V. hat daraufhin beschlossen, ALBA bei der Reparatur des Transporters zu unterstützen und hat diese mit 2.000,00 € bezuschusst. 

Den vollständigen Artikel von ABLA finden Sie hier  
   

Jutta von ALBA schrieb folgende Zeilen an die (FFF)-Helfer:

 

"Hallo Ihr lieben Alle!!

bevor ich jetzt anfange, Eure Mails einzeln zu beantworten, möchte ich Euch erst einmal im Namen der ALBA und besonders natürlich in meinem Namen von Herzen dafür danken, dass Ihr gestern alle so kurzentschlossen den Transport unserer Tiere nach und in Deutschland organisiert habt! Es war einfach beeindruckend, wie spontan Ihr Euch koordiniert und in Eure Autos geworfen habt, um sofort zur Stelle zu sein.  

 

Wenn ich heute an diesen Alptraum zurück denke, kann ich es immer noch nicht fassen, wie toll alles geklappt hat und wie wir Hand in Hand gearbeitet haben....

Als Claudia und Erika mir sagten, dass tatsächlich ALLE Tiere aus unserem LKW raus und in den deutschen Autos untergebracht waren, konnte ich es nicht glauben ( und ich gebe Euch jetzt keine Zahlen..). Das war eine heroische Tat!!

 

Ihr seid alle lange Strecken gefahren, seid Stunden unterwegs gewesen, habt Tiere mitten in der Nacht und im Morgengrauen übergeben und seid dabei immer guter Laune gewesen!! Ihr habt unseren Fahrern und mir Mut zugesprochen, obwohl Ihr innerlich auch sehr besorgt wart..

 

Es fehlen mir die Worte, um das auszudrücken, was ich empfinde. Ich kann Euch nur eines sagen: trotz des so anstrengenden Tages, bin ich mit einem Lächeln auf dem Gesicht eingeschlafen - denn immer wieder rief ich mir Szenen ins Gedächtnis, bei denen Ihr Hand in Hand arbeitetet und zupacktet und ich wurde mit tiefer Dankbarkeit erfüllt..

 

Unsere Fahrer, die in diesem Moment schon am Frankfurter Flughafen sind, haben mich auch gebeten, Euch noch einmal ganz herzlich zu danken. Auch sie sind tief beeindruckt von unseren deutschen FREUNDEN!

 

Ich habe nicht von allen, die geholfen haben, die Emailadresse. Bitte gebt unser Dankschön auch an die Personen, die mit angepackt haben, weiter!!

 

Übrigens, unser Wagen war gerade aus der Werkstatt gekommen, der Motor wurde ersetzt und es hat 17.000 Euro gekostet....

 

Es grüsst Euch von Herzen -

Jutta Grohall

ALBA Madrid"

 





 AKTION SCHNÜFFELGÄRTEN




Wir möchten hier ein Projekt vorstellen, das uns gut gefallen hat und mit ein bisschen
Eigeninitiative sehr gut und recht einfach umzusetzen ist.


Das Projekt heißt AKTION SCHNÜFFLGÄRTEN und der offizielle Start war am 1. Mai.

 

Im Wesentlichen geht es darum, dass mit dieser Aktion Hundebesitzer ihre Grundstücke auch fremden Hunden zur Verfügung stellen. Es soll nicht ausschließlich darum gehen, Ausläufe zu schaffen, auf denen Hunde miteinander spielen und toben können  - das ist nur ein eventueller Nebeneffekt. Vielmehr ist das Hauptanliegen, Hunden einfach mal die Möglichkeit zu geben, auf gesicherten Grundstücken leinenfrei eine neue Umgebung kennenzulernen - sie sich zu erschnüffeln.


Wir alle wissen, dass Hunde  -auch unsere Galgos, die ja eigentlich als Sichthunde gelten- sehr viel Spaß daran haben, ohne große Einwirkung des Besitzers einfach mal in Ruhe die Hundezeitung zu lesen. Es ist ein ganz anderes Erlebnis als der Routinespaziergang im vertrauten Gelände. Es geht also nicht darum, möglichst viele Hunde zusammenzubringen, sondern dieses Erlebnis sollte sich der Hund allein oder mit bereits vertrauten Partnern erarbeiten. Diejenigen, die mit ihrem beispielsweise schon einmal Fährte gearbeitet haben, wissen, wie intensive Nasenarbeit einen Hund auslasten kann. So wird der Hund auch nach dem Besuch eines Schnüffelgartens zufrieden und müde in seinem Körbchen schlafen, auch wenn dieser Besuch nicht so anstrengend wirkte.

 

FFF hat sich entschlossen Aktionspartner zu werden und so hoffen wir, dass über kurz oder lang überall in Deutschland Schnüffelgärten entstehen. Wer mehr wissen möchte, kann unter folgendem Link  www.schnüffelgärten.de noch einmal alles sehr viel ausführlicher nachlesen.

Für FFF hat sich Gabi Wende als Koordinatorin zur Verfügung gestellt. Bei Interesse - sei es als Gartenbesitzer, der andere gern zu sich einladen möchte, oder als interessierter Besucher - wenden Sie sich bitte unter der Email-Adresse  doberfrau13@aol.com an Frau Wende.  "Viel Spass beim Gärten erschnüffeln".   


PLATZ AN DER SONNE GEFUNDEN

Da der letzte Newsletter nun schon einige Zeit her ist, wird diese Rubrik ziemlich lang. Einige von Ihnen haben sich sicher schon via Facebook über die ein oder andere Vermittlung informiert. Aber da es auch viele Menschen gibt, die Facebook nicht nutzen, sind hier noch einmal alle Adoptionen der letzten 2 Monate zusammengefasst. 

CAMPERA

Diese Hündin hat es nicht auf unsere Vermittlungsseiten geschafft. Warum? Eine Dame suchte eine Galga, die sollte nicht zu groß, nicht zu jung und nicht zu wild sein. Als Campera dann in ihrer Pflegestelle ankam, war uns eigentlich klar, das ist das Mädel. Und die Interessentin ließ sich gerne beraten, besuchte Campera, verliebte sich sofort und nahm die zauberhafte Lady direkt mit nach Hause. Wir wünschen noch viele tolle Jahre!!!

 

Chiqui hat ein Zuhause gefunden!

Chiqui's neuer Papa arbeitet in der Druckerei, in der unser Kalender gedruckt wurde. Als er das Belegexemplar in den Händen hielt, war er von den Aufnahmen der Hunde so begeistert, dass die Familie angefangen hat, sich intensiver mit der Windi-Rasse zu befassen.
Vor einigen Wochen mussten sie dann von ihrem Hund Abschied nehmen, nun war der Wunsch nach einem neuen Begleiter da und nach dem ersten Galgoschnuppern war klar - diesmal wird es ein Windi. Die Wahl fiel auf Chiqui -eine zauberhafte Vertreterin ihrer Rasse- also auf nach Ostfriesland:

1. Besuch - gesehen und verliebt, 2. Besuch - Umzugstransport!!!!!
Wir wünschen dir ein schönes Leben!!

MARIAN, jetzt MAARI genannt

"Klein Marian hat gar nicht lange auf ihre neue Mama warten müssen und es war definitiv von Seiten der Mama Liebe auf den ersten Blick. Da Marian alles liebt, was sich bewegt (oder was sie fressen kann), hat sie den Umzug mit einem müden Lächeln akzeptiert und macht fortan unter dem Decknamen Maari die Münster Gegend unsicher. In ihrer Freizeit hilft sie der Mama aber in der Physio-Praxis, hat sie versprochen und wird für das Hobby (Malerei) der Mama auch ganz sicher öfter mal Modell stehen!"

 

FLECHA, wird nun FLO gerufen 

Flecha ist noch eine schüchterne Hündin, die das Herz ihres Frauchens ruckzuck erobert hat. Und mit Cindy (ehemals aus Toledo) an ihrer Seite, wird Flo ganz schnell die Freuden des Lebens in Lehrte genießen.

LUIS

Liebe auf den ersten Blick gibt es doch, zumindest in diesem Fall. Luis der schwarze Prachtbursche, hatte es seiner neuen Familie sofort angetan, kurz entschlossen wurden alle nötigen Regularien erledigt, der Besuch in der Pflegestelle vereinbart und dann - na klar - es hat gefunkt und auch mit dem bereits vorhandenen Galgo passte alles super. So ist Luis direkt umgezogen und schon nach wenigen Tagen sind die beiden Rüden ein echtes Team und haben richtig Spaß miteinander.

 

LINDA

Linda ist so eine süße und unproblematische Zuckerschnecke, dass sich ihre neue Familie auf den ersten Blick in sie verliebt hat. Und als Familienhund Kris auch noch ganz begeistert mit seiner neuen Freundin über die Wiese flitzte, stand fest "Koffer packen" ist angesagt.

 
TOMASETE

Ja aus Kindern werden Leute und so war es auch bei Tomasete  -  aus dem lustigen kleinen Flusenbär ist ein weißes Pony geworden. Stattliche 74 cm bringt der Tommy an die Messlatte - mit 10 Monaten. Sein neues Frauchen war von seinem Charme und seiner tollen Art sofort begeistert, aber Tommy musste erst noch durch den Katzentest. Ungeduldiges Warten bis die Entwarnung kam  "Katzen interessieren ihn nicht weiter", 
da war der neue Sofaplatz gesichert.

 

SCON

Seine neue Familie hat sich ein ganzes Wochenende zum Kennen lernen Zeit genommen, und sich auch von seiner doch anfangs sehr zurückhaltenden Art nicht abschrecken lassen. Jetzt kamen die ersten Bilder aus Scon`s neuem Zuhause und der Bericht schließt mit den Worten:  "Sind soooo glücklich, dass er da ist!"  und genau das ist es, was sich jede Pflegestelle für ihren Schützling wünscht. Schön))))))

 
BOWI (RAMON)

Lange hat Bowi (Ramon) auf seine eigene Familie gewartet.  Eigentlich unverständlich, denn er ist ein großartiger Hund. Aber das ist das Los sehr vieler Rüden, die Mädels schaffen es viel schneller. Und manche Hunde warten eben auch auf bestimmte Menschen. Bowi ist vom Land in die Großstadt umgezogen. Da er keine Ängste kennt, ist das für ihn sehr interessant und neugierig entdeckt er all das Neue.

 
LEONARDO

Leonardo hat sein Zuhause als Einzelprinz gefunden, ist jedoch im Hamburg geblieben, damit seine Pflegemama ihn immer mal besuchen kann :-))). Alles Gute!!!!!

 
TATRAPLAN

TATRAPLAN ist eine wunderbare Hündin, freundlich, selbstbewusst und souverän. Aber sie ist Leish positiv und das hat wohl bisher eventuelle Adoptiveltern abgeschreckt. Nun hat sich endlich eine Familie gemeldet, für die das keine Bedeutung hat und die
sich einfach in das tolle Wesen der Hündin verliebt hat. Tatraplan ist nun die Große mit 3 kleinen Freunden
und das klappt ganz hervorragend.

Wir wünschen gerade Tatraplan ein tolles neues
Leben und noch ganz viele glückliche Jahre in ihrer neuen Familie!!

 
MOLA

Mola hat ihr Zuhause ganz in der Nähe ihrer Pflegema gefunden, und kommt weiterhin einmal wöchentlich auf den Hundeplatz....da freut sich die Pflegema...und wir!!!! Alles Gute Mäuschen!!!

 
TAILANDIA

Tailandia hat ihre neue "Mama" eigentlich sofort verzaubert, Papa war noch ein bisschen skeptisch - war nicht so unbedingt vom 2. Hund überzeugt.  Aber wie das so ist, die Galgos entwickeln so ihre eigene Art, die Menschen von sich zu überzeugen. Und die anfangs ach so schüchterne Tailandia
hat sich jetzt sogar zum Bürobegleiter rausgemacht.

 
TILDUCHINA

Tilda hat den Platz einer verstorbenen Galga eingenommen und wohnt nun zusammen mit dem netten Galgo-Rüden Winnie in
der Nähe von Dortmund. 

PFLEGESTELLENFIEBER
 Diese kuriose Krankheit ist in letzter Zeit wieder häufiger ausgebrochen.
Aber lesen Sie selbst, welche Hunde besonders ansteckend waren:-)
 
SIXTO

Wer kann da widerstehen??? Wenn man als Pflegestelle Kinder hat und dann einen Hund bekommt, der mit den Kleinen träumen kann, dann wird es schwer, kein Pflegestellenversager zu werden. Aber Sixto ist so ein klasse Rüde und hat sich so toll entwickelt, dass die Entscheidung für ihn auch den Erwachsenen sehr leicht gefallen ist.
  
GELITA

Eigentlich sollte sie ja nur als Notfallhündin reinschlüpfen. Aber mal ehrlich, wer kann denn dieser grinsenden Komiker-Galga widerstehen???  

Die Pflegestelle hat's eine Weile versucht und dann doch kapituliert. Dieses Pflegestellenvirus ist schon was Schlimmes, aber für Gelita natürlich eine tolle Sache.

 
FARRUCA

Mai 2012:
Pflegestellenfieber ausgebrochen:-) Farruca ist in ihrer Pflegefamilie "hängengeblieben", da sie sich dort sofort zu Hause gefühlt hat und die Familie nicht mehr ohne ihre Galgolette sein möchte. Alles Glück der Welt!!!  

 
NADIN heißt jetzt MERLE 

Über ein Jahr lang hatten wir keine Interessenten für diese fröhliche Maus, immer wieder wurde sie übersehen. Dabei
ist so ein Sonnenschein und hat schon längst das Herz ihrer menschlichen und tierischen Pflegefamilie erobert. Und jetzt
ist es amtlich: Nadin, die schon seit ihrer Ankunft Merle gerufen wird, darf bleiben. Wir verlieren eine tolle Pflegefamilie, doch Merle hat nun ein großartiges Zuhause. Alles Gute! 
ALEX

April 2012:
Auch dieser hübsche Jungspund hat sein Köfferchen gepackt, und ist zu einer tollen griechischen Labbimix-Hündin in den Norden gezogen. Alles Glück der Welt du Schatz!!! 

MITGLIEDER BERICHTEN

Unser Mitglied, Thomas Kumbier, eröffnet die Rubrik "Mitglieder berichten". Zusammen mit seiner Galga Cleo berichtet er über das Thema: Tiergestützte Therapie und erzählt, aus Cleo`s Sicht, wie sie ihren "Arbeitsalltag" als Therapiehund in einer Behinderten-Kindergruppe erlebt hat. In Anette Markmann`s Bericht geht es um die kleine Foxita, eine Terrierhündin, die aus Toledo gerettet wurde und eine unglaublich positive Entwicklung gemacht hat. Der Bericht zeigt uns mal wieder, dass es sich für jede einzelne Seele lohnt.  

Tiergestützte Therapie

Besuchsbericht einer Galga bei einer Behinderten-Kindergruppe:


Hallo, ihr da, ich melde mich heute mal bei euch, weil ich über meine neue Arbeitsstelle berichten möchte. Also, ich bin ja nicht nur bei den Senioren im Einsatz, sondern seit ein paar Monaten auch
in einer Gruppe sehr sehr schwer mehrfach behinderter Kinder im Alter zwischen 5 und 15 Jahren.  

Bevor wir die Aktion gestartet haben, haben Herrchen und ich erst einmal jedes Kind einzeln einmal kurz besucht. Ich habe das ganz gemütlich angehen lassen, aber Herrchen schien mir doch etwas nervös zu sein. Vielleicht lag das daran, dass er gar nicht mit den Kindern sprechen konnte. Die können nämlich nicht richtig reden und geben meist nur "komische" Laute von sich. Mir ist das natürlich egal, ich versteh die Menschen auch ohne Worte. Einige von denen sitzen bzw. liegen sogar in Rollstühlen und andere kriechen auf der Erde herum oder hocken auf dem Sofa und machen dabei manchmal ganz seltsame Bewegungen. Ich hab ihnen trotzdem guten Tag gesagt und versprochen dass ich wiederkomme und da konnte Herrchen ja schlecht widersprechen. Aber ein bisschen nachdenklich war er schon. Er hat mir dann gestanden, dass er bei soviel "Elend" doch etwas Sorge hat ob wir (und vor allem er) das schaffen. Ich hab ihm dann tief in die Augen geschaut und ihm damit gesagt: "Denk an die Kinder und die Freude, die sie schon beim ersten Kontakt empfunden haben (könnten)! Und denk dran, dass auch du oder deine Kinder oder Enkel mal in diese Situation kommen könnten!" Ich wisst ja wie Herrchen sich entschieden hat, denn nun machen wir das schon so lange und haben riesigen Spaß dabei.

  

Anfangs haben wir es viel zu eilig angehen lassen bis wir herausgefunden haben das wir alles ganz ganz langsam machen müssen und die Zeit, die wir bei einem Kind sind viel länger sein muss. Die Ungeduld der anderen, die derweil zuschauen (soweit man das so überhaupt nennen kann) mussten wir erst einmal auszuhalten lernen. Auch die beiden Betreuerinnen, die immer dabei sind und uns liebevoll unterstützen, haben da erst ihre Erfahrungen machen müssen. Wir haben uns auch gefragt, was wir mit Kindern machen können, die weder sprechen noch irgendwelche zielgerichteten Aktionen ausführen können. Hinzu kam auch noch, dass einige am Bauch eine Magensonde haben, über die sie gefüttert werden und da darf ich natürlich nicht gegen kommen, weil ihnen das wehtun könnte. Da passen wir jetzt immer ganz besonders auf!

  

In der Zwischenzeit haben wir für jedes Kind einen ganz individuellen "Spielplan" herausgefunden. Der Martin z.B. schaut immer betont desinteressiert weg wenn ich mit ihm spielen will. Normalerweise ignoriere ich ja dann solche Leute, aber bei ihm weiß ich, dass er mich nur streichelt und füttert, wenn er gleichzeitig wegschauen kann. Und vor Freude über mein weiches Fell summt
er dann immer eine selbst komponierte Melodie. Das gefällt mir und ich springe dann mit den Vorderpfoten auf seinen Schoß und hol mir das Leckerli, das er immer zu weit weg hält (ich hab doch keinen Giraffenhals!).

 

Der Manuel hat aus irgendeinem Grund immer wieder mal Angst vor mir dabei hab ich ihm noch
nie was getan obgleich er immer meine Leckerlis selber essen will und auch schon oft weg gegessen hat. (Das hat auch sein Gutes. Herrchen muss nämlich deshalb immer "menschengenießbare" ganz frische Leckerlis verwenden und die schmecken!!! ).

 

Mandy liegt im Rollstuhl und ist wohl fast blind und verkrampft immer ihre Hände. Herrchen hat
aber herausgefunden, dass er ihr trotzdem ein Leckerli in die Hand drücken kann, das ich dann "rauspopeln" muss. Da freut sie sich dann immer und wirft den Kopf vor Freude hin und her, weil
das wahrscheinlich kitzelt. Ich bin auch ganz ganz vorsichtig dabei, weil ich weiß, dass sie mich
nicht sehen kann und sich manchmal erschreckt, wenn ich mit meiner kalten Schnauze an ihrer
Hand "rumknabber".

 

Der Lewin ist der Lustigste. Er freut sich über den Besuch von Herrchen viel mehr als über mich.
Er nimmt Herrchen dann immer in den Arm (da bin ich dann etwas neidisch). Er "sabbert" ziemlich
stark und da bekommt Herrchen auch schon mal was ab. Daran hat er sich aber gewöhnt und sagt immer nur: "Es gibt ja Wasser und Waschmaschinen!" (Ich erledige solche Malheure einfach mit meiner Zunge, das geht viel einfacher!). Wenn Lewin mich mal anfasst, dann ist er leider oft viel
zu grob. Man, das hat schon mehrmals richtig wehgetan. Naja, er meint es ja nicht böse und da
bleib ich natürlich auch ganz cool (außerdem greifen Herrchen und die Betreuerinnen dann sofort
ein, da kann ich mich drauf verlassen!). 

  

Als wir das letzte Mal zum Einsatz waren, hat eine Betreuerin Herrchen zur Seite genommen und
ihm etwas ganz leise erzählt. Ich konnte es natürlich trotzdem hören aber leider ja nicht verstehen. Ich habe aber an Herrchens Gesicht gesehen, das es etwas Schlimmes war. Später hat er mir dann gesagt, dass der Robert, der Junge, der mich immer mit den Füßen angestuppst hat, so dass ich nur von der Seite an ihn ran gehen konnte, verstorben ist. Das hat mich dann ganz traurig gemacht obgleich der "Neue" der nun dazugekommen ist auch ganz in Ordnung ist (das er mir die Leckerlis weg isst muss ich ihm noch abgewöhnen).

  

So habe ich für jedes Kind meine speziellen Tricks und Spielweisen. Ein ganz besonderer Vorteil ergibt sich übrigens auch aus meinen (Körper-) Traummaßen, die für Rollstühle und Sofas und die Kinder geradezu ideal sind. Auch meine "Kurzhaarfrisur" ist optimal (da können sich die Kinder nicht so einfach drin festkrallen). Ich bin, glaube ich, ein Topmodell (aber natürlich nicht eitel und eingebildet)!

  

Macht's gut und versucht es ruhig auch einmal! Nur Mut, es wird schon klappen!

  

Eure Cleo (Topmodell Marke Galgo Espanol)

 

P.S.: Herrchen (Thomas Kumbier: TK011150@aol.com)
lässt Euch auch herzlich grüßen!

  

Lisa und Foxi aus Freiburg 
 

Im letzten Herbst habe ich eine Mail mit einem Link zu einem Video erhalten, was mich sehr gerührt hat. Die kleine Hundedame, um die es geht ist FOXITA, die 2005 aus unglaublich schrecklichen Verhältnissen gerettet werden konnte. Viele von euch, die schon lange dabei sind, werden bei "Toledo" sofort wieder eine Gänsehaut bekommen. Für alle anderen oder diejenigen, die es sich nochmals in Erinnerung rufen möchten, ist dieser Link:

 

 Befreiung der Hunde aus Toledo 

 

Irgendwo in diesem ganzen Chaos hat FOXI überlebt. Ich erinnere mich noch, wie ich diese kleine Maus im Alter von knapp 5 Monaten vom Flughafen abgeholt und zu ihrer Pflegestelle im Odenwald gebracht habe. Wir konnten sie zuerst nicht mal aus der Flugbox herausholen, weil sie sich in die letzte Ecke gequetscht hat. Sie war so voller Angst!

 

Und hier kann man sie bewundern, wie sie im November 2011 ihre internationale Karriere als Dogdancer in Freiburg startet: (die beiden sind übrigens 3. in Klasse 1 geworden und haben ihren ersten Aufstiegspunkt bekommen!)

 

Foxi Dogdancer

 

Doch das ist selbstverständlich nicht alles. FOXI hat inzwischen eine eigene Facebook-Seite Foxdance und heimst zusammen mit ihrem Frauchen eine Auszeichnung nach der anderen ein.

 

Dieses Video habe ich auch noch von den beiden gefunden und wahrscheinlich gibt es noch einige andere:

 

 Foxi 

 

Herzlichen Glückwunsch Lisa und vielen Dank, dass du und EMILY diesem kleinen Terrier-Mädchen geholfen habt, so eine taffe, kleine Persönlichkeit zu werden!                               Anette Markmann

  


BEGRENZT IST DAS LEBEN, DOCH UNENDLICH IST DIE ERINNERUNG
Auch diese Ausgabe kommt leider nicht ohne diese traurige Rubrik aus. Vier geliebte Nasen mussten Ihre letzte Reise antreten, unser Mitgefühl gilt den Familien und Pflegestellen, denen wir Trost und ganz viel Kraft wünschen.
PANADERA

Panadera hat ihre letzte Reise über die Regenbogenbrücke angetreten. 2008 fand sie 5-jährig ihr neues Zuhause im Hamburg, lebte dort als Frauchen's verwöhnte süße Coco-Maus, war die Begleiterin im Pferdestall und die Freundin des kleinen Windspiels.

 

Panaderas Fortgehen hinterlässt in ihrer Familie eine große Lücke und alle vermissen sie schmerzlich. Auch wir sind über diese Nachricht sehr traurig, sagen aber auch danke für 4 Jahre, in denen Panadera ein glückliches und fröhliches Hundeleben führen durfte, behütet und geliebt.

 

"Ich werde dir für eine Weile diesen Hund leihen" sagte Gott "Vielleicht für zwölf oder vierzehn Jahre, oder vielleicht auch nur für zwei oder drei. Damit du ihn liebst, während er lebt und damit du um ihn trauerst, wenn er gegangen ist. Erinnere dich daran, wie du ihn mit deiner Liebe umhegen konntest, halte jeden Moment eures vertrauten Bandes fest und sei sicher: Er liebte dich auch" 

DOMIA

Eine traurige Nachricht hat uns aus Berlin erreicht. DOMIA die kleine Chihuahuahündin musste ihre letzte Reise über die Regenbogenbrücke antreten. 2006 kam Domia -durch eine Beschlagnahme bei einem spanischen Massenzüchter- in den Tierschutz. Die Zeit dort hat ihr Verhalten so geprägt, dass Domia sich fremden Menschen gegenüber immer ängstlich und unnahbar zeigte. Lediglich zu ihrem Pflegefrauchen hat sie eine enge Bindung aufgebaut, da konnte sie sich anhänglich und verschmust zeigen, die Streicheleinheit und das Sofakuscheln genießen. Es hat für Domia kein passenderes Zuhause gegeben. Sie war keine gesunde Hündin -bedingt durch die schlechte Haltung ihrer ersten Lebensjahre- und so gilt unser ganz besonderer Dank Domias Pflegemama , die trotz aller anfänglichen Widrigkeiten, der kleinen Maus einen sicheren Platz gegeben hat, sie verwöhnt und gehätschelt hat.
Yvonne, wir alle sind mit dir traurig. 

GABRIELLA

Noch eine traurige Nachricht, GABRIELLA ist den Weg ins Regenbogenland gegangen.
Vor 6 Jahren hat "Ella" ihre Familie gefunden. 6 Jahre - für uns nicht lange, aber diese Hündin hatte 6 Jahre lang ein Leben als freier und glücklicher Hund, in Geborgenheit und von ihrer Familie geliebt.  

"Gabriella hat unser Leben sehr bereichert. Im Moment können wir es noch gar nicht richtig fassen, weil es eigentlich sehr schnell ging und keiner von uns damit gerechnet hat, dass die gemeinsame Zeit um ist. Irgendwie war Gabriella auch nicht gealtert, sondern sah immer gleich aus. Und krank war sie nie gewesen. Keiner hat zum jetzigen Zeitpunkt damit gerechnet."  

Wir danken Ella's Familie für die Zeit, die sie dort verbringen durfte und sind mit ihnen traurig. 

AMISTAD (Amy)

Ich möchte Ihnen hier die traurige Geschichte von AMISTAD (Amy) erzählen. Die Kleine kam in 2005 als Welpe nach Deutschland. Im Alter von 5 Monaten fand sie ihre eigene Familie. Alles schien wunderbar, bis es vor etwa 3 Jahren einen Laufunfall gab und Amy sich sehr schwer an der Wirbelsäule verletzte.  

 

Die konsultierten Tierärzte machten von vornherein wenig Hoffnung auf komplette Heilung. Um ihr aber dennoch irgendwie helfen zu können, wurde eine Physiotherapie begonnen. Es zeigten sich auch leichte Besserungen, bis es einen erneuten Sturz gab, der wohl alles noch einmal verschlimmerte.  

 

Anfang des Jahres erreichte uns dann ein Anruf der Besitzer, die uns mitteilten, dass man so nicht weitermachen könne und die Verantwortung für Amy wieder an den Verein abgegeben wolle. Eine unserer Pflegemama's erklärte sich dann auch bereit, Amy zu sich zu nehmen. Obwohl wir wussten, dass Amy eine kranke Hündin war, war aber niemand auf das vorbereitet, was uns da übergeben wurde. Amistadt konnte keine 5 Schritte laufen ohne umzufallen, sie konnte weder Urin noch Kot kontrolliert absetzen, ihr Rücken war völlig verkrümmt. Der hinzugezogenen Physiotherapeutin zeigte Amy bei Berührungen an bestimmten Stellen vor Schmerz die Zähne. Noch dazu wurde festgestellt, dass Amy an einer chronischen Harnwegs- und Blasenentzündung litt, die letztlich auch durch hochdosierte Antibiotika nicht in den Griff zu bekommen war. Der Tierarztbesuch brachte die niederschmetternde Diagnose, absolut keine Hoffnung und der Rat des Arztes war, ihr Leben noch
so schön, wie möglich zu gestalten.   

 

Und dann passiert das, was alles noch viel schmerzhafter macht, die Pflegemama verliebt sich in Amy. In ihr -trotz allem- so sonniges und freundliches Wesen, ihre Angewohnheit auf ihrem Platz
zu liegen, über beide Ohren zu lachen und die Pfote wie beim Winken zu bewegen, ihre stille Art
des Genießens und des Zufriedenseins. Amy hatte Ruhe und Geborgenheit gefunden. Aber es war nicht von langer Dauer - am 23.Mai kam die Nachricht Amy ist gegangen.

 

"Sie liegt hier unter dem Rasen, nur kann ich noch nicht darüber sprechen, es macht mir schwer
zu schaffen. Aber sie ist bei mir geblieben.
Keiner von uns muß sich Vorwürfe machen, Ich und Wir hatten keine andere Wahl, und auch das ist Tierschutz, doch Amy hätte ich gerne behalten. Sie war schon was Besonderes. Sie fehlt. Irgendwann werden wir sie wiedersehen, auf der anderen Seite des Regenbogens. GESUND..."

 

Das ist wohl der längste Nachruf den ich je geschrieben habe und vielleicht fragen sich Einige, warum dieser so ausführlich ist. In meinen Augen ist Amy's Geschichte ein Bespiel für das, was
heute vielen alten und kranken Tieren widerfährt, die Verantwortung wird auf andere abgeschoben.

Und ich bin froh, dass es Menschen gibt, die noch bereit sind, diese Verantwortung auf sich zu nehmen und mit den Tieren den letzten, schwersten Weg zu gehen. In diesem Fall geht mein
ganz besonderer Dank an Amy's Pflegemama, nicht nur ich fühle ihren Schmerz und ihre
Traurigkeit mit.                                                                                     Gabi Däwes

 

Auf Wiedersehen...
Und damit verabschiede ich mich schon fast für diesen Monat, im nächsten Newsletter wird es wieder mehr Themen geben, denn dann haben wir wieder mehr Platz.  

Und damit dieser Platz gefüllt werden kann, ist Ihre Mithilfe gefragt. Für Die Rubrik "Foto(s) des Monats" werden die besten Schnappschüsse Ihrer Hunde gesucht. Jeder Monat steht dabei unter einem neuen Motto, welches im jeweiligen Newsletter am Monatsanfang angekündigt wird.

  

Im Monat Juni ist unser Motto: Wasserspaß

Einsendeschluß für Berichte, Bilder und Leserbriefe ist der 26.06.2012 per Email an far-from-fear-news@gmx.de 

    

Genießen Sie den Sommermonat Juni mit Ihren Tieren und Ihren Familien!

Bianca Brendel